Exkursionsprogramm

8. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft „Frühe Neuzeit"

„Grenzen und Grenzüberschreitungen“
Exkursionsprogramm für Samstag, den 26. September 2009

Anmeldeformular


I. Stadtführung Aachen


14.30-16.00 Uhr oder 16.15-17.45 Uhr

Aachen kann auf eine mindestens 2000-jährige Siedlungskontinuität zurückblicken, die durch Thermalquellen begründet und durch Karl den Großen in Gang gehalten wurde. Die geschichtliche Bedeutung Aachens als Badestadt, Krönungsstadt, Wallfahrtsort, Gewerbe- und Industriestandort sowie als Wissenschaftsstadt lässt sich im Stadt- und Straßenbild bis heute ablesen – wenn eine kundige Führung dabei hilft, die Zeichen richtig zu lesen.

Kosten: 7,- € - Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen
(Anschlussmöglichkeit zur Führung durch Dom und Domschatz besteht)


II. Führung durch Dom und Domschatz


14.30-16.00 Uhr oder 16.15-17.45 Uhr

Im Herzen der Stadt stehen noch heute Reste herausragender Bauten der Pfalz Karls des Großen. Der Kernbau des Aachener Domes hat seine karolingische Substanz nahezu vollständig bewahrt, wenn er auch durch Anbauten der Gotik und des Barock wesentlich erweitert wurde. Herausragend sind die gotische Chorhalle, die ohne die sonst üblichen Strebepfeiler auskommt, sowie im Inneren der Thron der deutsch-römischen Könige und die bedeutenden Schreine des 12./13. Jahrhunderts. Bedingt durch die Stellung der Kirche als Grabeskirche Karls des Großen, Krönungskirche der deutsch-römischen Könige und Wallfahrtsort verfügt das Domkapitel heute über den bedeutendsten Kirchenschatz nördlich der Alpen, dessen Spitzenstücke in der Domschatzkammer ausgestellt sind.

Kosten: 7,- € - Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen


III. Stadtgeschichtliches Museum Burg Frankenberg


14.30-17.00 Uhr

Das Stadtgeschichtliche Museum Burg Frankenberg präsentiert dingliche Zeugnisse zur Aachener Stadtgeschichte von der Urzeit bis zum Ersten Weltkrieg. Schwerpunkte der Sammlung liegen bei der Römerzeit, der karolingischen Pfalzanlage, der Karlsrezeption und der frühneuzeitlichen Stadtgeschichte (Badestadt, Krönungsstadt, Wallfahrtsort, Stadtbrand und Wiederaufbau, "Franzosenzeit" und Entfestigung der Stadt). Eine Führung erschließt die Stadtgeschichte in ihren Grundzügen.

Kosten: 5,- € - Mindestteilnehmerzahl: 7 Personen
(Anschlussmöglichkeit zur Führung durch Dom und Domschatz besteht)


IV. Kornelimünster


14.30-17.00 Uhr

Etwa 10 km von der Aachener Altstadt entfernt liegt der Ort Kornelimünster, als dessen Keimzelle eine Benediktinerabtei gelten kann. Diese wurde von Ludwig dem Frommen, dem Sohn und Nachfolger Karls des Großen, als "Musterabtei" gegründet und war zeitweise als Grablege des Kaisers und seiner Gattin vorgesehen. 1802 wurde die Reichsabtei säkularisiert. In Romanik und Gotik umgestaltet und barock erweitert, gehört die Kirche mit den zugehörigen Abts- und Konventsgebäuden zu den herausragenden Baudenkmälern Aachens; der sie umgebende Altstadtkern und die unweit des Ortes gelegene Einsiedlerklause sind nicht ohne Reiz.

Kosten: 7,- € - Mindestteilnehmerzahl: 7 Personen


V. Jülich


14.30-17.00 Uhr

Die Stadt Jülich, 1944 zu 96% zerstört, verdankt ihren Stadtgrundriss einer durchgreifenden Neuplanung aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die 1545 begonnene Zitadelle, das Hauptwerk des Bologneser Architekten und Festungsbauers Alessandro Pasqualini, stellt eine der frühesten Anlagen im bastionären System im Gebiet zwischen Rhein und Nordsee dar und bietet mit einem "palazzo in fortezza" eine seltene, ganz durch die italienische Renaissance geprägte bauliche Lösung. Die Wälle und Gräben der Zitadelle sowie Teile des Residenzschlosses sind erhalten bzw. wiederhergestellt, geringe Reste der Stadtbefestigung des 16. Jahrhunderts sind ebenfalls erhalten. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Napoleonische Brückenkopf auf dem linken Rurufer sowie der städtebaulich und stilistisch sehr geschlossene Wiederaufbau der 50er Jahre.

Kosten: 15,- € - Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen


VI. Maastricht


14.30-19.00 Uhr

45 km westlich von Aachen an der Maas liegt die alte Festungs- und Bischofsstadt Maastricht. In der Spätantike floh der Bischof von Tongeren hinter die Mauern des Maastrichter Brückenkastells, um im frühen Mittelalter seinen Sitz nach Lüttich zu verlegen. Maastricht selbst blieb befestigt, der noch im 19. Jahrhundert erneuerte und erweiterte Festungsgürtel deckte den lange Zeit nördlichsten Brückenübergang über die Maas. Da die Bischöfe ihre Rechte nie vollständig aufgaben, zugleich aber der Herzog von Brabant, später die Habsburger, dann die Generalstaaten als zweiter Stadtherr fungierten, entstand eine in vielerlei Beziehung kuriose Stadtverfassung, die bis zum Ende des Ancien Régime Bestand hatte und sich in der Anlage des Rathauses und des Gerichtsgebäudes ausdrückt. Mit dem Servatiusstift befand sich zudem eine bedeutende Reichsabtei innerhalb der Mauern Maastrichts. Die Altstadt ist heute noch durch dieses Stift und die Bischofskirche Unserer Lieben Frau geprägt; Häuser des 16.-19. Jahrhunderts und die Reste der Befestigungsanlagen geben der Altstadt einen großen Charme.

Kosten: 15,- € - Mindestteilnehmerzahl: 10 Personen


VII. Vaals


14.30-17.00 Uhr

Vaals liegt etwa 5 km vom Aachener Stadtkern entfernt in den Niederlanden. Zunächst burgundisch-habsburgisch, regierten hier bereits seit 1665 die Generalstaaten und schufen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die es (insbesondere protestantischen) Aachener Tuchmachern erleichterten, ihre Betriebe dorthin zu verlegen. Bauten der Barockzeit prägen bis heute das Ortsbild: Fabriken, schlossähnliche Wohnhäuser, eine achteckige lutherische Kirche sowie Kirchen und Betsäle anderer evangelischer Bekenntnisse, die in Vaals einen Zufluchtsort gefunden hatten.

Kosten: 7,- € - Mindestteilnehmerzahl: 7 Personen